Was eine Malta-Lizenz in der Schweiz wirklich bedeutet — und was nicht
Die Malta-Lizenz ist das, was Spieler zuerst prüfen, wenn sie ein neues Online-Casino öffnen. In der Schweizer Suchlandschaft steht der Begriff «MGA-Lizenz» für etwas anderes als für ein deutsches oder österreichisches Publikum. Hierzulande trennt er nicht nur seriöse von unseriösen Anbietern, sondern zugleich zwei Regulierungswelten, die sich gegenseitig ausschliessen. Wer in einem MGA-Casino spielt, hat Anspruch auf MGA-Spielerschutz — und keinen Anspruch auf Schweizer Spielerschutz. Wer in einem ESBK-Casino spielt, hat Anspruch auf beides — und verzichtet auf einen Teil der Bonus-Landschaft, die MGA-Casinos bieten. Diese Seite zeichnet nach, was die MGA-Lizenz in der Schweizer Realität wert ist, was sie verspricht, was sie kostet, und für wen welches Modell das richtige ist.

Stand: 22 September 2026 — geprüft gegen das ESBK-Konzessionsregister und das MGA-Lizenzregister.
Inhaltsverzeichnis
- Warum eine Malta-Lizenz für Schweizer Spieler zählt — und was sie nicht schützt
- MGA-Lizenz und Schweizer Recht: Was du als Spieler wissen musst
- Schweizer Lizenz oder Malta-Lizenz: Die 10 wichtigsten Casino-Anbieter im 2026-Vergleich
- Bonus-Fallen und echte Mehrwerte: Was MGA-Casinos Schweizer Spielern bieten
- So kommt dein Geld ins MGA-Casino — und wieder zurück
- Von Slots bis Live-Casino: Welches Spiel findest du im MGA-Casino?
- Bitcoin und Krypto im MGA-Casino? Die überraschende Antwort
- Verantwortungsvolles Spielen: Welchen Schutz du bei MGA-Casinos hast — und welchen nicht
- So haben wir recherchiert und bewertet
- Dein Spiel, deine Verantwortung: Was du aus diesem MGA-Lizenz-Vergleich mitnehmen solltest
- Häufig gestellte Fragen
Warum eine Malta-Lizenz für Schweizer Spieler zählt — und was sie nicht schützt
Wer nach «MGA-Lizenz Schweiz» sucht, landet auf zwei Sorten von Seiten: Affiliate-Portale, die Casinos reihen, und Anwaltsseiten, die vor der Lizenz warnen. Beide haben recht. Die MGA-Lizenz ist ein internationales Gütesiegel mit echter Substanz — Aufsicht, Kapitalanforderungen, Spielerschutz — und gleichzeitig keine Schweizer Konzession, die für in der Schweiz wohnhafte Spieler den vollen Rechtsrahmen des Geldspielgesetzes öffnen würde. Die folgenden Abschnitte trennen auseinander, was die Lizenz leistet und wo sie an der Schweizer Grenze halt macht.
Was «MGA-Lizenz» im Casino-Markt wirklich bedeutet
Die Malta Gaming Authority wurde 2001 gegründet und ist seither die Regulierungsbehörde, die in der Online-Glücksspielwelt das dichteste Aufsichtsnetz unterhalb der grössten europäischen Märkte betreibt. Sie vergibt vier Lizenztypen, die das Angebot eines Anbieters in seinem Umfang bestimmen. Eine MGA-Lizenz steht für die Verpflichtung des Anbieters zu Kapitalhinterlegung, regelmässigen Audits und Spielerschutz-Werkzeugen. Die Durchsetzung läuft über das maltesische Recht — und genau da beginnt für Schweizer Spieler die Reibung. «Eine MGA-Lizenz bietet einen soliden Spielerschutz, auch wenn die Durchsetzung von Ansprüchen aus der Schweiz mühsam sein kann», halten Elsig und Fivian, eine auf Geldspielrecht spezialisierte Schweizer Anwaltskanzlei, fest. Das Siegel steht also nicht für «in der Schweiz uneingeschränkt einklagbar». Es steht für «in Malta einklagbar, mit Übersetzung, Zustellung und einer wirtschaftlichen Hürde, die bei kleinen Streitwerten jedes Verhältnis sprengt».
Spieler-Erfahrungen mit MGA-Casinos: Was Bewertungen verraten
Erfahrungsberichte und Bewertungsportale gehören zu den dominierenden Quellen, wenn Spieler nach «Malta Casino Erfahrungen» suchen. Was dort am häufigsten auftaucht, ist nicht die Lizenz selbst, sondern ihre Auswirkung im Alltag: Auszahlungsdauer, Kundenservice, Bonus-Transparenz. Das ist kein Zufall. Eine Lizenz reguliert das Innere eines Casinos; die Erfahrung eines Spielers misst sich am Verhalten an der Kasse und am Telefon. MGA-Casinos schneiden in Bewertungen typischerweise dann gut ab, wenn ihr operativer Alltag die Lizenzversprechen einlöst — und dann schlecht, wenn sie genau das nicht tun. Für 2025 hat die MGA ihre Aufsichtsprioritäten verschärft: verstärkte Compliance-Audits, Governance-Prüfungen, Analysen von Wettmustern zur Betrugsbekämpfung. Das wirkt. Aber erst mittelfristig.
Der Schweizer Blick: Warum «MGA-Lizenz Schweiz» eine Suchanfrage mit Sprengkraft ist
In der Schweiz ist das Bild zweigeteilt. Seit dem 1. Januar 2019 erlaubt das Geldspielgesetz nur bestehenden Spielbanken mit Bundeskonzession, ein Online-Casino zu betreiben — derzeit zehn lizenzierte Anbieter. Diese ESBK-Konzessionäre stehen unter voller Schweizer Aufsicht, mit Sozialkonzept, Spielsperre-Anbindung und Werbebeschränkungen. Daneben existieren MGA-lizenzierte Anbieter, die Schweizer Spieler bedienen, ohne in der Schweiz eine Konzession zu haben. Das BGS stellt nur das Anbieten ohne Konzession unter Strafe, nicht das Spielen. Wer in einem MGA-Casino spielt, ist hierzulande nicht strafbar — spielt aber «auf eigene Gefahr», ohne den Schutz des Schweizer Regimes. Diese Trennung erzeugt die Anfrage «MGA-Lizenz Schweiz» als eigenständiges Thema: Sie ist die Frage eines Spielers, der verstehen will, was er bekommt und worauf er verzichtet.
MGA-Lizenz und Schweizer Recht: Was du als Spieler wissen musst
Eine Lizenz reguliert, was innerhalb ihres Rechtsraums geschieht. Für Schweizer Spieler wirft das eine doppelte Frage auf: Was leistet die MGA im Konfliktfall, und was leistet das Schweizer Geldspielgesetz im MGA-Casino? Die kurze Antwort: Die MGA leistet etwas, das Schweizer Regime nichts. Die folgenden Abschnitte arbeiten die Mechanik heraus.

Die vier MGA-Lizenzklassen: Was Typ 1 bis Typ 4 abdecken
Die Malta Gaming Authority unterscheidet vier Lizenztypen. Wer als Online-Casino auftritt, führt fast immer eine Typ-1-Lizenz, weil dort die RNG-basierten Spiele verortet sind — Slots, Roulette, Blackjack und alle weiteren zufallsgenerierten Tischspiele. Eine Typ-2-Lizenz deckt Sportwetten ab, eine Typ-3-Lizenz Provisionsspiele wie Bingo, eine Typ-4-Lizenz kontrollierte Geschicklichkeitsspiele. Anbieter können mehrere Typen kumulativ halten, was sich im Mindestkapital und in der Jahresgebühr niederschlägt. Die folgende Übersicht zeigt, was jeder Typ abdeckt und was er kostet.
| Lizenztyp | Abgedeckte Spiele | Mindestkapital | Jährliche Gebühr | Gaming Tax |
|---|---|---|---|---|
| Typ 1 | RNG-Spiele (Slots, Roulette, Blackjack) | EUR 100’000 | EUR 25’000 | 5 % der Spieleinnahmen |
| Typ 2 | Sportwetten | EUR 100’000 | EUR 25’000 | 5 % der Spieleinnahmen |
| Typ 3 | Provisionsspiele (z. B. Bingo) | EUR 40’000 | EUR 25’000 | 5 % der Spieleinnahmen |
| Typ 4 | Kontrollierte Geschicklichkeitsspiele | EUR 40’000 | EUR 10’000 | 5 % der Spieleinnahmen |
Was eine MGA-Lizenz kostet: Gebühren, Kapital und laufende Pflichten
Die MGA verlangt eine einmalige Antragsgebühr von EUR 5’000, eine jährliche Lizenzgebühr von EUR 25’000 (für Typ 4 EUR 10’000) und eine Gaming Tax von 5 % auf die Spieleinnahmen. Das ist nicht symbolisch. Es sortiert Anbieter aus, die mit knapper Kapitaldecke starten, und bindet einen laufenden Kostenblock, der in der Geschäftsbilanz sichtbar wird. Die Mindestkapitalanforderungen staffeln sich nach Lizenztyp: EUR 100’000 für B2C Typ 1 und Typ 2, EUR 40’000 für Typ 3 und Typ 4, kumulativ maximal EUR 240’000 bei mehreren Typen. Ein Online-Casino, das RNG-Spiele und Bingo anbietet, hinterlegt also mindestens EUR 140’000, bevor ein Spieler seinen ersten Einsatz platziert. Diese Zahlen erklären, warum die Lizenz nicht für jeden Marktteilnehmer offensteht — und warum die MGA-Lizenz bei grösseren Anbietern als Ernsthaftigkeitssignal gilt.
Ist Spielen im MGA-Casino für Schweizer legal? Die klare Antwort
Das BGS erlaubt nur das Anbieten durch Inhaber einer Schweizer Konzession; das Spielen durch Spieler bleibt straffrei. Die ESBK formuliert es ungeschminkt: «Schweizer Spielende, die in nicht konzessionierten Online-Casinos spielen, machen sich nach dem Geldspielgesetz nicht strafbar. Sie tun dies jedoch auf eigene Gefahr.» «Auf eigene Gefahr» heisst hier dreierlei: Schweizer Spielsperren greifen nicht, Schweizer Aufsichtsbehörden sind nicht zuständig, und eine Gewinnauszahlung wird im Streitfall auf Malta durchgesetzt — nicht in der Schweiz. Wer hierzulande in einem MGA-Casino spielt, verlässt den Schweizer Rechtsraum beim Klick auf «Anmelden» und betritt ihn erst beim Streit wieder — wenn überhaupt.
Steuerfalle Offshore: Was MGA-Casino-Gewinne das Schweizer Finanzamt kosten
Gewinne aus Schweizer Online-Casinos sind bis zur indexierten Schwelle von rund CHF 1,07 Mio. im Jahr 2026 steuerfrei; darüber fällt die 35 % Verrechnungssteuer auf den Überschuss an. Gewinne aus ausländischen oder nicht bewilligten Anbietern sind ab dem ersten Franken voll einkommenssteuerpflichtig (Art. 24 lit. ibis DBG). Für einen Spieler, der mit der MGA-Lizenz geliebäugelt hat, weil das Bonus-Versprechen gross ausfällt, ist das ein Kostenfaktor, der in der Bonus-Rechnung nicht steht. Die Differenz zwischen «steuerfrei bis CHF 1,07 Mio.» und «ab erstem Franken steuerpflichtig» ist nicht die Differenz zweier Schwellenwerte — es ist die Differenz zwischen zwei Rechtsräumen.
So reichst du eine Beschwerde bei der Malta Gaming Authority ein
Der formale Weg zu einer MGA-Beschwerde führt über das Support-Formular des Anbieters, dann über die von der MGA anerkannten Schlichtungsstellen (Alternative Dispute Resolution, ADR), dann über die Beschwerdestelle der MGA selbst. Die MGA veröffentlicht eine Liste akkreditierter ADR-Dienstleister, die Streitfälle mit lizenzierten Anbietern verbindlich schlichten. Verlangt werden Spielerkonto, Transaktionsverlauf, Korrespondenz mit dem Anbieter und eine Beschreibung des Streits in englischer Sprache. Was die MGA nicht leistet: eine Vollstreckung in der Schweiz. Wer in Malta Recht bekommt, muss das maltesische Urteil in der Schweiz anerkennen lassen — und genau das bezeichnen Elsig und Fivian als «mühsam». Für Streitwerte unter etwa CHF 10’000 ist der Aufwand in aller Regel grösser als der Einsatz.
Geld zurück vom MGA-Casino? Rückforderung und Klage in der Praxis
Wer in einem MGA-Casino Geld verliert, hat im Schweizer Recht keinen Anknüpfungspunkt für eine Spielerückforderung gegen den Anbieter. Das BGS schützt den Spieler nicht gegenüber einem nicht konzessionierten Casino — es überlässt ihm im Gegenteil die Folgen seines Handelns. Was bleibt, ist der Weg über das maltesische Recht: eine Klage vor maltesischen Gerichten oder eine ADR-Schlichtung. Die wirtschaftliche Rechnung geht für die meisten Spieler nicht auf. Anwaltskosten, Übersetzungsaufwand, Zustellung ins Ausland und das Risiko, am Ende mit einem vollstreckbaren Titel dazustehen, den die Schweiz anerkennt — all das kostet mehr Zeit und Geld, als ein durchschnittlicher Streitwert bei einem Online-Casino hergibt. Wer auf «Geld zurück» hofft, sollte die Erwartung an der Realität schneiden, bevor er die Klage einreicht.
Die ESBK-Sperrliste: Warum dein MGA-Casino plötzlich nicht mehr erreichbar sein kann
Schweizer Fernmeldedienstanbieter sind verpflichtet, Domains auf der nationalen Sperrliste per DNS zu blockieren (Art. 86 BGS). Die ESBK aktualisiert ihre Liste viermal pro Jahr; die Liste vom 26. Mai 2026 umfasst Hunderte von Domains, darunter auch Betreiber mit Sitz in Malta. Zusammen mit der Gespa-Liste für Lotterien und Sportwetten sind rund 3’000 Domains blockiert. Praktisch heisst das: Ein MGA-Casino, das heute erreichbar ist, kann mit der nächsten Listen-Aktualisierung auf der Sperrliste landen — und ist dann über Schweizer Internetprovider nicht mehr ohne Weiteres aufrufbar. Das ist kein Versprechen, sondern eine Momentaufnahme. Wer auf ein bestimmtes MGA-Casino baut, baut auf eine Adresse, deren Gültigkeit an einer vierteljährlichen Listenpflege hängt.
Schweizer Lizenz oder Malta-Lizenz: Die 10 wichtigsten Casino-Anbieter im 2026-Vergleich
Zehn Anbieter, zwei Regulierungswelten. Die folgende Tabelle trennt sie nach dem härtesten Kriterium, das es im Schweizer Markt gibt: der Konzession. Acht Anbieter führen eine Schweizer Bundeskonzession der ESBK, zwei nicht. Interwetten ist MGA-lizenziert und akzeptiert Schweizer Spieler, steht aber auf der Sperrliste. Stake ist nicht einmal MGA-lizenziert, sondern Curaçao, und ist ebenfalls blockiert.

| Betreiber | CH-Lizenzstatus | Regulierungsbehörde | Auf ESBK-Sperrliste | Landbasiertes Stammhaus |
|---|---|---|---|---|
| Mycasino | CH-Konzession | ESBK | Nein | Grand Casino Luzern |
| SwissCasinos | CH-Konzession | ESBK | Nein | Swiss Casinos (mehrere Standorte) |
| Jackpots | CH-Konzession | ESBK | Nein | Grand Casino Baden |
| 7 Melons | CH-Konzession | ESBK | Nein | Grand Casino Bern |
| 777 | CH-Konzession | ESBK | Nein | Casino Davos AG |
| GAMRFIRST | CH-Konzession | ESBK (516-015-01) | Nein | Casino Barrière Montreux |
| StarVegas | CH-Konzession | ESBK (516-010-01) | Nein | Casino Interlaken AG |
| Pasino | CH-Konzession | ESBK | Nein | Casino du Lac Meyrin |
| Interwetten | Keine CH-Konzession | MGA (Malta) | Ja | — |
| Stake | Keine CH-Konzession | Curaçao / GESPA | Ja | — |
Mycasino (Grand Casino Luzern): Der ESBK-Platzhirsch mit landbasiertem Fundament
Mycasino gehört zum Grand Casino Luzern, einem der ältesten Spielbankenbetreiber der Schweiz. Die ESBK-Konzession steht, die Spielsperre ist übergreifend angeschlossen, Auszahlungen laufen über Banküberweisung auf ein Schweizer Konto. Was auffällt: keine aggressive Bonus-Werbung. Das ist kein Zufall, sondern Art. 74 BGS, der aufdringliche Werbung untersagt. Wer hier spielt, spielt im Vollregime des Schweizer Geldspielgesetzes — und verzichtet auf das, was Offshore-Anbieter an Lockangeboten auslegen. Das richtet sich an Spieler, denen das Schweizer Regelwerk mehr bedeutet als ein Willkommensbonus.
SwissCasinos: Die Plattform der Swiss-Casinos-Gruppe
SwissCasinos bündelt mehrere landbasierte Spielbanken unter einem Online-Dach. Die Konzession stammt von der ESBK, das Spieler-Sperrsystem ist eingebunden, Werbung folgt den Schweizer Regeln. Das Angebot ist dadurch konservativer als das, was MGA-Anbieter auf den Tisch legen. Für Spieler, denen die Schweizer Regulierung mehr bedeutet als ein hoher Bonus, ist das die bewusste Wahl — und für Fans der landbasierten Häuser die naheliegende Online-Ergänzung.
Jackpots (Grand Casino Baden): Der erste Online-Anbieter der Schweiz
Jackpots gehört zum Grand Casino Baden und gilt als Pionier unter den ESBK-Online-Casinos. Die Plattform arbeitet unter voller Schweizer Aufsicht, die Spielsperre greift übergreifend. Als ältester Online-Anbieter im Markt trägt Jackpots die Erfahrung mit, die jüngere Anbieter nicht vorweisen können. Das zahlt sich in stabiler Auszahlungspraxis aus, weil die Prozesse über Jahre eingespielt sind.
7 Melons (Grand Casino Bern): Das frische Gesicht aus der Bundesstadt
7 Melons ist die Online-Plattform des Grand Casino Bern. Die ESBK-Konzession steht, die Spielsperre ist angebunden, Auszahlungen laufen ausschliesslich per Banküberweisung. Das Casino gehört zu den jüngeren Schweizer Online-Angeboten und nutzt die Berner Identität als Erkennungsmerkmal. Für Spieler, denen die Schweizer Regulierung wichtiger ist als ein hoher Bonus, ist 7 Melons eine solide Option, auch wenn die Bonus-Details nicht in jedem Vergleich explizit ausgewiesen sind.
777 (Casino Davos): Bis CHF 777 Willkommensbonus mit Schweizer Lizenz
777 gehört zur Casino Davos AG und bietet einen bezifferten Willkommensbonus von bis zu CHF 777 plus 100 Freispiele — eines der wenigen ESBK-Angebote mit quantifiziertem Bonus. Auszahlungen laufen ausschliesslich per Banküberweisung auf ein Schweizer Konto, die Spielsperre ist eingebunden. Der Bonus fällt im direkten Vergleich zu Offshore-Anbietern kleiner aus. Dafür spielt man im Vollregime des BGS und ohne Wagering-Marathon.
GAMRFIRST (Casino Barrière Montreux): ISO-zertifiziert mit 600 Spielen
GAMRFIRST betreibt das Online-Angebot des Casino Barrière Montreux. Die Schweizer Konzession trägt die Nummer 516-015-01, die Plattform ist seit 2021 live und ISO-27001-zertifiziert — ein Alleinstellungsmerkmal unter den ESBK-Anbietern. Das Portfolio umfasst rund 600 Spiele von 13 Softwareherstellern; der Willkommensbonus liegt bei bis zu CHF 300 plus 1’040 Freispiele. Auszahlungen laufen auf Schweizer Konten, Spielsperre ist integriert. Die Kombination aus Spielportfolio und ISO-Zertifizierung hebt GAMRFIRST von der Schweizer Konkurrenz ab.
StarVegas (Casino Interlaken): Die älteste dokumentierte Online-Konzession
StarVegas gehört zur Casino Interlaken AG und trägt die Konzession 516-010-01 vom 20. November 2019 — eine der früh erteilten Schweizer Online-Lizenzen überhaupt. Der Willkommensbonus erreicht bis zu CHF 900 plus 250 Freispiele. Auszahlungen werden ausschliesslich per Banküberweisung abgewickelt, mit einer Bearbeitungszeit von bis zu 72 Stunden plus 3 bis 4 Werktagen Banklaufzeit. Wer es schätzt, dass die Lizenz älter ist als die Plattform-Generation der Konkurrenz, ist hier richtig.
Pasino (Casino du Lac Meyrin): Die Genfer Brücke in die Romandie
Pasino gehört zum Casino du Lac Meyrin und bringt die ESBK-Konzession in die Romandie. Auszahlungen laufen über Banküberweisung auf Schweizer Konten, Spielsperre ist eingebunden, Werbung folgt den Schweizer Regeln. Für französischsprachige Spieler ist Pasino die naheliegende Wahl unter den ESBK-Angeboten — und der Verbund mit dem landbasierten Casino du Lac schafft eine Kontinuität, die reinen Online-Marken fehlt.
Interwetten: Der MGA-Riese mit dem grössten dokumentierten Bonus — aber ohne Schweizer Lizenz
Interwetten ist MGA-lizenziert und akzeptiert Schweizer Spieler, führt aber keine Schweizer Konzession. Der Willkommensbonus liegt bei 100 % bis CHF 1’500 plus 100 Freispiele an Book of the Fallen (Wert CHF 0,20 pro Spin); die Mindesteinzahlung beträgt CHF 20, der Umsatz 35× Bonus, die Gültigkeit 30 Tage, der Maximaleinsatz pro Spin CHF 5. Interwetten steht auf der ESBK-Sperrliste und ist über Schweizer DNS nicht ohne Weiteres erreichbar. Wer die Plattform erreicht, spielt in einem MGA-regulierten Umfeld, aber ohne Schweizer Spieler-Schutz und mit voller Steuerpflicht auf Gewinne. Der Bonus ist hier eine konkrete Rechenaufgabe, die der nächste Abschnitt zeigt.
Stake: Das Curaçao-Casino auf der Schweizer Sperrliste
Stake gehört nicht in diese Reihe nach seinem Lizenz-Regime, weil die Plattform unter Curaçao/GESPA läuft und nicht unter MGA. Genau das macht den Vergleich interessant. Die Umsatzbedingungen liegen bei 40×, die Gültigkeit bei 30 Tagen, das monatliche Auszahlungslimit bei CHF 100’000. Stake steht auf der ESBK-Sperrliste und ist über Schweizer DNS nicht erreichbar. Wer hier spielt, spielt ohne MGA-Aufsicht, ohne ESBK-Schutz und in einer Regulierungstiefe, die unter derjenigen eines MGA-Casinos liegt. Die Aufnahme in diese Tabelle ist ehrlich, nicht werbend: Der Vergleich zeigt, wie tief die Stufe unter MGA liegt.
Bonus-Fallen und echte Mehrwerte: Was MGA-Casinos Schweizer Spielern bieten
MGA-Casinos bewerben ihre Boni laut, Schweizer Casinos bewerben sie leise. Wer «bis CHF 1’500 Willkommensbonus» liest, sollte drei Dinge prüfen: den Multiplikator, die Frist und den Maximaleinsatz. Wer «bis CHF 777» bei einem Schweizer Anbieter liest, sollte verstehen, warum die Zahl tiefer ausfällt — und welche Bedingungen sie dafür weglässt.

Willkommensbonus, Freispiele und Cashback: Die Bonus-Landschaft der MGA-Casinos
Drei Bonus-Typen dominieren die MGA-Welt. Der klassische Einzahlungsbonus matched die erste Einzahlung mit einem Prozentsatz bis zu einer Obergrenze; Interwettens 100 % bis CHF 1’500 ist das hier betrachtete Beispiel. Freispiele kommen als eigenständiger Bonus oder gekoppelt, mit einem festen Wert pro Spin (CHF 0,20 bei Interwettens Book of the Fallen) und oft einer Gewinnobergrenze. Cashback erstattet einen Prozentsatz des Nettoverlusts und rechnet sich vom klassischen Bonus strukturell anders, weil er nicht umgesetzt werden muss, sondern ausgezahlt wird. Für wen was passt: Ein hoher Einzahlungsbonus belohnt Spieler, die mit grossem Budget und viel Zeit an den Start gehen. Cashback belohnt Spieler, die planen, mehrfach zu spielen.
Die Umsatzbedingung: Der unsichtbare Preis jedes Casino-Bonus
Die Umsatzbedingung ist der Multiplikator, mit dem der Bonusbetrag vervielfacht wird, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei Interwetten sind das 35× auf den Bonusbetrag. Für einen Bonus von CHF 1’500 ergibt das einen erforderlichen Gesamteinsatz von CHF 52’500, verteilt auf 500 Spins bei einem Maximaleinsatz von CHF 5 pro Spin — und auf etwa 42 Minuten reine Spielzeit, wenn man für jeden Spin das Minimum-Intervall von 5 Sekunden ansetzt. Drei Faktoren verschärfen diese Rechnung im Ernstfall: der Maximaleinsatz von CHF 5 pro Spin (höhere Einsätze zählen nicht zum Umsatz), die Gewichtung einzelner Spiele (Slots zählen voll, Tischspiele oft nur zu 10 %), und die Gültigkeitsfrist von 30 Tagen, nach der nicht umgesetztes Bonusgeld verfällt. Wer hier nicht plant, lässt Geld auf dem Tisch liegen.
MGA-Bonus gegen Schweizer Bonus: Warum der Vergleich hinkt
Schweizer ESBK-Casinos bewerben Boni zurückhaltend, weil Art. 74 BGS aufdringliche Werbung untersagt. Der Vergleich «MGA-Bonus gegen Schweizer Bonus» ist deshalb weniger ein Vergleich zweier Zahlen als ein Vergleich zweier Werberegime. MGA-Casinos locken mit grossen Zahlen und langen Kleingedruckten, Schweizer Casinos mit kleineren Zahlen und ohne Kleingedrucktes zu Wagering. Welcher Bonus «besser» ist, hängt vom Spielverhalten ab. Wer viel und lange spielt, holt aus einem MGA-Bonus mit vernünftigen Bedingungen mehr heraus. Wer wenig spielt und Auszahlungsgeschwindigkeit schätzt, fährt mit dem ESBK-Modell ruhiger — und nimmt die Werbe-Ruhe in Kauf.
So kommt dein Geld ins MGA-Casino — und wieder zurück
Zahlungsmethoden sind die unsichtbare Trennlinie zwischen den beiden Welten. MGA-Casinos akzeptieren E-Wallets, Kreditkarten und teils Kryptowährungen; ESBK-Casinos zahlen ausschliesslich per Banküberweisung auf Schweizer Konten mit IBAN aus. Wer in der Schweiz wohnt und im Offshore-Casino spielt, spürt die Asymmetrie am Bankschalter: Schweizer Banken können Transaktionen zu Offshore-Casinos blockieren oder zusätzliche Überprüfungen verlangen.

| Zahlungsmethode | MGA-Offshore-Casinos | Schweizer ESBK-Casinos | Einzahlung | Auszahlung |
|---|---|---|---|---|
| E-Wallets (Skrill, Neteller, MiFinity, MuchBetter) | Ja | Nein | Sofort | 0–24 h |
| PayPal | Selten bei MGA | Nein | Sofort | 0–24 h |
| Kreditkarten (Visa, Mastercard) | Ja | Nein (CH-Banken blockieren teils) | Sofort | 1–3 Tage |
| Banküberweisung | Ja | Ja, ausschliesslich auf CH-IBAN | 1–3 Tage | 3–7 Werktage |
| Trustly | Eingeschränkt in der Schweiz | Nein | Sofort | 0–24 h |
| Prepaid (Paysafecard, Neosurf) | Ja | Nein | Sofort | Nicht möglich |
| Revolut | Ja | Nein | Sofort | 0–24 h |
| Kryptowährungen | Nein | Nein | Sofort | 0–24 h |
E-Wallets: Skrill, Neteller, MiFinity und warum PayPal oft fehlt
Skrill und Neteller sind die am weitesten verbreiteten E-Wallets in MGA-Casinos; MiFinity und MuchBetter sind die neueren Alternativen. Einzahlungen laufen sofort, Auszahlungen typischerweise innerhalb von 24 Stunden, sofern das Casino den Spieler bereits verifiziert hat. PayPal fehlt bei vielen MGA-Casinos, weil PayPal seine eigene Compliance-Prüfung anwendet und Online-Glücksspiel in seinem Regelwerk restriktiv behandelt. Die Nutzung von E-Wallets erfordert hierbei ein vorab mit CHF oder EUR aufgeladenes Konto, wobei Schweizer Banken die Herkunft der Mittel bei Wallet-Aufladungen teils kritisch prüfen.
Kreditkarten und Banküberweisung: Vertraute Wege mit Tücken
Visa und Mastercard sind in MGA-Casinos Standard, und die Einzahlung läuft sofort. In der Schweiz liegt die Tücke an anderer Stelle: Banken können Offshore-Transaktionen erkennen und blockieren, gerade bei wiederkehrenden Zahlungen an denselben Empfänger. Trustly wäre die Brücke zwischen Bankkonto und Casino, ist aber bei Schweizer Banken nur eingeschränkt verfügbar. Bleibt die Banküberweisung: langsam (1–3 Tage Einzahlung, 3–7 Werktage Auszahlung), aber sicher, und bei ESBK-Casinos die einzige Option.
Prepaid und Gutscheine: Paysafecard, Neosurf und anonyme Alternativen
Paysafecard und Neosurf funktionieren als Prepaid-Coupons, gekauft an Verkaufsstellen oder online. Für Spieler, die ohne Bankkonto oder E-Wallet einzahlen wollen, sind sie die diskreteste Option. Der Haken: Prepaid-Methoden sind nur für Einzahlungen nutzbar. Auszahlungen müssen über einen anderen Weg laufen — in der Regel Banküberweisung oder, wenn vorhanden, das ursprünglich genutzte E-Wallet. Wer mit Prepaid einzahlt, baut sich für die Auszahlung einen Engpass ein.
Revolut und Fintech: Die neuen Player im Casino-Zahlungsverkehr
Revolut sitzt zwischen Bankkonto und E-Wallet: schnell, mit Währungsumrechnung in Echtzeit, mit Karten- und Überweisungsfunktion. Für Casino-Transaktionen ist Revolut in MGA-Casinos akzeptiert, allerdings mit der Einschränkung, dass die Revolut-Kontoaufladung je nach Konto-Typ einer zusätzlichen Prüfung unterliegt. Für Schweizer Spieler ist Revolut ein Workaround, kein Ersatz für eine Schweizer Bankbeziehung — die zugrunde liegende Bank kann weiterhin Offshore-Transaktionen prüfen.
Einzahlung vs. Auszahlung: Die unsichtbare Asymmetrie
Einzahlungen sind in der MGA-Welt sekundenschnell — E-Wallet, Karte, Prepaid, alle gleichermassen augenblicklich. Auszahlungen sind es nicht. Jede Auszahlung löst im Casino eine Identitätsprüfung und eine interne Freigabe aus; bei ESBK-Casinos in der Schweiz kommen 72 Stunden Bearbeitungszeit plus 3 bis 4 Werktage Banklaufzeit hinzu. Das Asymmetrische liegt nicht in der Zahlungsmethode, sondern im Prozess. Wer auszahlt, wird verifiziert. Wer einzahlt, nicht.
Von Slots bis Live-Casino: Welches Spiel findest du im MGA-Casino?
MGA-Casinos bieten mehr Spiele als Schweizer ESBK-Casinos — das ist nicht eine Frage der Lizenz, sondern eine des Marktes. GAMRFIRST als ESBK-Vertreter betreibt rund 600 Spiele von 13 Softwareherstellern; die MGA-Konkurrenz liegt regelmässig über 1’000 Titeln. Was die Spieler im Sortiment tatsächlich nutzen, ist eine andere Frage.

Spielautomaten: Mehr als nur «Book of»-Klone
Slots sind das Volumenprodukt jeder Online-Casino-Bibliothek. Klassische Walzen, Video-Slots mit Bonus-Runden, Megaways mit tausenden Gewinnlinien, Jackpot-Slots mit progressiven Pools — alles vorhanden, in jedem seriösen MGA-Casino. Was die «besten Slots» sind, hängt vom Profil ab: hohe RTP für geduldige Spieler, hohe Volatilität für Spieler, die auf einen grossen Treffer warten, thematische Vielfalt für Spieler, die Unterhaltung über Mathematik stellen. Die Provider, die das Sortiment dominieren — Play’n GO, Pragmatic Play, NetEnt — sind in MGA-Casinos Standard, in ESBK-Casinos ebenso vertreten.
Roulette, Blackjack und Poker: Die Tischspiel-Klassiker
Roulette-Varianten (europäisch, französisch, amerikanisch) sind in MGA-Casinos immer verfügbar. Der Hausvorteil-Unterschied zwischen europäischem (2,7 %) und amerikanischem (5,26 %) Rad ist gross genug, um die Wahl zu begründen. Blackjack wird in mehreren Regelvarianten angeboten; entscheidend ist die Auszahlungsquote 3:2 (gut) gegen 6:5 (schlecht). Video Poker, Casino Hold’em und Caribbean Stud runden das Tisch-Portfolio ab. Für MGA-Casinos gilt: Das RNG-Angebot läuft unter Typ-1-Lizenz. Tischspiele ohne Live-Dealer sind damit abgedeckt.
Live-Casino: Der echte Dealer im Wohnzimmer
Live-Dealer-Tische sind die Brücke zwischen Online-Casino und Spielbank. Roulette, Blackjack, Baccarat, Game Shows — alles wird aus Studios gestreamt, mit Croupiers in Echtzeit und Interaktionsmöglichkeiten am Wett-Interface. Evolution Gaming ist der dominante Provider; bei einem grossen MGA-Casino stehen Dutzende Tische parallel, mit Mindesteinsätzen ab wenigen Rappen. Für Schweizer Spieler ist das Live-Casino der Bereich, in dem MGA-Casinos am deutlichsten mehr bieten als ESBK-Anbieter — bei vergleichbarem Spielerschutz-Niveau am Tisch.
Software-Provider: Wer hinter den Spielen steht
Die Provider, deren Logos in einem MGA-Casino auftauchen, sagen mehr über das Spielangebot aus als das Casino selbst. NetEnt, Microgaming, Play’n GO, Pragmatic Play, Evolution — das sind die Namen, an denen sich die Branche orientiert. Ein MGA-lizenziertes Casino prüft seine Provider auf RTP, Fairness und finanzielle Solidität; ein seriöses Casino veröffentlicht die Auszahlungsquoten pro Spiel oder zumindest pro Provider-Kategorie. Für Spieler heisst das: Wer einen Provider-Namen kennt, kann in einem anderen MGA-Casino dasselbe Spiel mit verlässlicher Mechanik erwarten.
Bitcoin und Krypto im MGA-Casino? Die überraschende Antwort
«Bitcoin Casino Malta» ist eine Suchanfrage, auf die es unter der MGA-Lizenz keine legale Antwort gibt. Die MGA hat ein Veto gegen Krypto-Zahlungen ausgesprochen; seriöse Krypto-Casinos operieren unter einer Curaçao-Lizenz. Wer mit Bitcoin oder Ether spielen will, landet damit notwendig ausserhalb des MGA-Regimes — und automatisch auf einer niedrigeren Regulierungsstufe.
Warum die MGA Krypto ablehnt — und was das für dich bedeutet
Die MGA-Krypto-Position ist regulatorisch begründet. AML/KYC-Vorschriften verlangen die Identifikation jedes Einzahlers; Blockchain-Transaktionen sind pseudonym, nicht anonym — aber die Nachvollziehbarkeit endet an der Wallet. Ein MGA-lizenziertes Casino, das Krypto akzeptiert, riskiert seine Lizenz. Für Spieler heisst das: Wer im MGA-Casino mit Bitcoin zahlen will, sucht etwas, das die Lizenz selbst nicht hergibt. Das Veto der MGA ist die Konsequenz ihrer eigenen Compliance-Logik.
Die Curaçao-Alternative: Wo Bitcoin-Casinos tatsächlich zu Hause sind
Curaçao-Lizenzen sind günstiger, schneller zu erlangen und Krypto-freundlich. Der Spielerschutz, den eine Curaçao-Lizenz verlangt, ist weniger tief als der MGA-Standard. Stake ist das im Schweizer Vergleich relevante Beispiel: Curaçao-lizenziert, auf der ESBK-Sperrliste, mit Krypto als Standard-Zahlweg. Für Spieler, denen Krypto wichtiger ist als Aufsichtstiefe, ist das der Markt. Alle anderen bleiben besser bei MGA oder ESBK — und nehmen in Kauf, dass Bitcoin dort nicht funktioniert.
Krypto und die Schweiz: Doppelt blockiert
In der Schweiz gibt es kein ESBK-lizenziertes Casino, das Kryptowährungen akzeptiert — Auszahlungen laufen ausschliesslich per Banküberweisung auf Schweizer Konten. Wer mit Bitcoin spielen will, muss auf Offshore-Casinos ausweichen, die in der Schweiz auf der Sperrliste stehen und per DNS blockiert sind. Dazu kommt die steuerliche Seite: Gewinne aus Offshore-Casinos sind in der Schweiz ab dem ersten Franken voll einkommenssteuerpflichtig. Krypto macht die Sache nicht einfacher; sie macht sie regulatorisch unübersichtlicher — und für die meisten Spieler teurer.
Verantwortungsvolles Spielen: Welchen Schutz du bei MGA-Casinos hast — und welchen nicht
Spielerschutz ist der Bereich, in dem die beiden Regime am weitesten auseinandergehen. Die MGA verlangt von ihren Lizenznehmern Tools — Einzahlungslimits, Reality-Checks, Selbstausschluss — und schreibt deren Vorhandensein vor. Die Schweizer Spielsperre ist ein landesweites Register, das alle ESBK-lizenzierten Anbieter übergreifend verbindet und seit dem 7. Januar 2026 auch Liechtenstein umfasst. Diese beiden Systeme reden nicht miteinander. Das ist die Schutzlücke, die vielen Spielern erst im Ernstfall auffällt.

Was MGA-Casinos an Spielerschutz leisten müssen
MGA-Casinos sind verpflichtet, Einzahlungslimits, Verlustlimits, Session-Timer und Reality-Checks anzubieten. Der Selbstausschluss ist betreiberweit — wer sich bei einem MGA-Casino sperrt, ist in diesem Casino gesperrt, nicht in anderen. 2025 hat die MGA ihre Aufsicht verschärft: Compliance-Audits, Governance-Prüfungen, Musteranalysen im Sportwettenmarkt. Das verbessert die Lage. Es ändert aber nichts daran, dass das Schutzsystem pro Anbieter funktioniert und nicht pro Land.
Die Schweizer Spielsperre: Warum sie bei MGA-Casinos nicht greift
Die landesweite Spielsperre ist ein Register, in das ein Spieler sich eintragen lässt und das bei allen ESBK-konzessionierten Anbietern — landbasierten Spielbanken und Online-Casinos — wirkt. Eine freiwillige Sperre ist frühestens nach drei Monaten aufhebbar. Für MGA-Casinos gilt: Sie haben keinen Zugriff auf dieses Register und sind nicht verpflichtet, sich anzubinden. Wer in der Schweiz gesperrt ist, kann in einem MGA-Casino weiter spielen — und genau das ist die Schutzlücke, die viele Spieler erst im Ernstfall bemerken.
Hilfe in der Schweiz: Anlaufstellen, Beratung und Soforthilfe
- SoS-Spielsucht-Helpline: 0800 040 080 — 24 Stunden, kostenlos, anonym
- Online-Beratung safezone.ch — Chat, Selbstcheck als Ersteinschätzung, anonym
- Regionale Beratungsstellen in allen deutschsprachigen Kantonen, vermittelt über die Fachstelle
- Budgetberatung und Schuldenberatung Schweiz bei finanziellen Folgen
- Bundesamt für Gesundheit — Informationen zu Verhaltenssüchten und Geldspiel
Prävention und Früherkennung: Was Spieler selbst tun können
Persönliche Limits (Einzahlung, Verlust, Zeit) sind der erste Schutz; die meisten seriösen Casinos — MGA wie ESBK — bieten sie im Kontobereich an. Wer sie vor dem ersten Spiel setzt, schafft sich einen Rahmen, den die eigene Disziplin nicht überschreiten muss. safezone.ch bietet einen Selbstcheck als Frühwarnzeichen-Test. Die Kampagne «Game-Changer» der Schweizer Kantone und Liechtensteins läuft 2026 zu Sportwetten — sie zeigt, dass Prävention in der Schweiz als kollektive Aufgabe verstanden wird.
So haben wir recherchiert und bewertet
Dieser Vergleich basiert auf öffentlich zugänglichen Quellen, nicht auf eigenen Testkonten oder Einzahlungen. Wer die Bewertung ernst nimmt, sollte verstehen, wie sie zustande kam und wo sie an Grenzen stösst.

Lizenz-Check: So wurde jeder Betreiber verifiziert
Jeder der zehn Anbieter wurde drei Prüfungen unterzogen: Abgleich mit der ESBK-Liste der lizenzierten Schweizer Online-Casinos (Stand der Liste vom 26. Mai 2026), Suche der MGA-Lizenznummer im öffentlichen MGA-Register und Prüfung der ESBK-Sperrliste auf DNS-Blockierung. Wo das Ergebnis von der offiziellen Quelle abwich, wurde das im Profil vermerkt. Bonus-Details, die nicht in den zugänglichen Quellen bestätigt waren, wurden nicht beziffert — die Tabelle zeigt dort eine Lücke, wo das Recherchematerial eine hinterlassen hat.
Was dieser Vergleich nicht leistet
Keine eigenen Testkonten, keine Echtzeit-Prüfung der Bonus-Verfügbarkeit, keine AGB-Live-Aktualisierung. AGB-Änderungen sind jederzeit möglich, und ein Bonus, der heute beworben wird, kann morgen anders konditioniert sein. Die Recherche gilt dem Stand 2026; der Leser ist verpflichtet, vor der Registrierung den aktuellen Lizenzstatus, die Bonusbedingungen und den Sperrlisten-Eintrag selbst zu prüfen. Wer dieser Seite mehr entnimmt als Orientierung, hat mehr entnommen, als sie gibt.
Dein Spiel, deine Verantwortung: Was du aus diesem MGA-Lizenz-Vergleich mitnehmen solltest
Eine MGA-Lizenz ist ein seriöses Regulierungssiegel — sie steht für Kapitalhinterlegung, Aufsicht, Spielerschutz-Tools. Sie ist keine Schweizer Konzession. Wer in einem MGA-Casino spielt, hat Anspruch auf MGA-Schutz und keinen Anspruch auf Schweizer Spieler-Schutz, Schweizer Spielsperre und Schweizer Steuerfreiheit. Die Entscheidung zwischen MGA und ESBK ist eine Entscheidung zwischen grösserem Spiel- und Bonus-Angebot einerseits und vollem Schweizer Rechtsrahmen andererseits. Beide Wege haben ihre Berechtigung. Beide haben ihren Preis.
Drei Prüfungen vor jeder Registrierung: Lizenzstatus (ESBK-Register, MGA-Register), Sperrlisten-Status (ESBK-Liste, Gespa-Liste), Bonusbedingungen (Umsatz, Frist, Maximaleinsatz). Wer diese drei prüft, bevor er einzahlt, hat den grössten Teil der Überraschungen schon hinter sich. Was am Ende zählt, ist nicht die Lizenz auf dem Bildschirm — sondern das Verhalten am Tisch.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich als Schweizer in einem Online-Casino mit Malta-Lizenz spielen?
Ja, das Spielen selbst ist nach dem Geldspielgesetz nicht strafbar. Die ESBK formuliert es so: Spieler, die in nicht konzessionierten Online-Casinos spielen, tun dies «auf eigene Gefahr». Damit entfällt der Schweizer Spielerschutz; Gewinnauszahlungen werden im Streitfall in Malta durchgesetzt, nicht in der Schweiz.
Wie reiche ich als Schweizer eine Beschwerde bei der Malta Gaming Authority ein?
Zuerst schriftlich beim Casino-Support, dann über eine von der MGA akkreditierte ADR-Stelle (Alternative Dispute Resolution). Die MGA selbst prüft die Lizenzkonformität des Anbieters, nicht den Streitwert als solchen. Verlangt werden Kontoverlauf, Transaktionsliste und Korrespondenz mit dem Casino, vorzugsweise auf Englisch formuliert.
Muss ich meine Gewinne aus einem MGA-Casino in der Schweiz versteuern?
Ja. Gewinne aus nicht bewilligten ausländischen Anbietern sind ab dem ersten Franken voll einkommenssteuerpflichtig (Art. 24 lit. ibis DBG). Schweizer Casino-Gewinne sind bis zur indexierten Schwelle von rund CHF 1,07 Mio. steuerfrei; darüber fällt 35 % Verrechnungssteuer auf den Überschuss an.
Was bedeutet es, wenn ein Casino auf der ESBK-Sperrliste erscheint?
Die Schweizer Fernmeldedienstanbieter blockieren die Domain per DNS (Art. 86 Abs. 1–4 BGS). Die Liste umfasst rund 3’000 Domains, kombiniert aus ESBK- und Gespa-Einträgen, und wird viermal pro Jahr aktualisiert. Inhalte der Seite sind weiterhin erreichbar; der Zugang wird auf Netzwerkebene erschwert.
Wie unterscheiden sich die Bonusbedingungen zwischen MGA-Casinos und lizenzierten Schweizer Anbietern?
MGA-Casinos bewerben höhere Boni mit Wagering-Bedingungen (typisch 35×), Maximaleinsatz und Frist. ESBK-Casinos bewerben kleinere Boni ohne Wagering, weil Art. 74 BGS aufdringliche Werbung einschränkt. Welcher Bonus sich rechnet, hängt vom eigenen Spielprofil ab.
An wen kann ich mich in der Schweiz wenden, wenn mein Spielverhalten problematisch wird?
SoS-Spielsucht-Helpline 0800 040 080 — 24 Stunden, kostenlos und anonym. Dazu die Online-Beratung safezone.ch mit Selbstcheck sowie regionale Beratungsstellen in allen deutschsprachigen Kantonen, vermittelt über die Fachstelle. Bei finanziellen Folgen helfen die Budgetberatung und die Schuldenberatung in der Schweiz weiter.
Warum Malta — und nicht Gibraltar oder Curaçao?
Malta war das erste EU-Land mit einer umfassenden Online-Glücksspielregulierung. Diese Pionierrolle verschaffte der Insel einen Bestand an Anbietern, der bis heute trägt. Die EU-Mitgliedschaft, die englische Sprache als Arbeitsmedium und ein Steuersystem, das auf Gaming-Erlöse zugeschnitten ist, taten das Übrige. Curaçao-Lizenzen — der semantische Gegenbegriff in der Suchlandschaft — kosten weniger, verlangen weniger Kapital und werden tendenziell von Anbietern gewählt, die mit Kryptowährungen arbeiten oder rasch auf den Markt wollen. Der Unterschied zeigt sich in der Aufsichtstiefe. Ein MGA-lizenzierter Anbieter muss Spieler-Tools anbieten, die ein Curaçao-Anbieter nicht zwingend vorhalten muss. Wer in der Casinowelt «Malta-Lizenz» hört, hört deshalb mehr als nur eine Jurisdiction.
Neue Casinos mit Malta-Lizenz: Innovation oder Risiko?
Der Markteintritt neuer MGA-Anbieter folgt einem wiederkehrenden Muster: grosszügiger Willkommensbonus, modernes Plattform-Design, aggressives Marketing. Der erste Eindruck verleitet dazu, die fehlende Reputation als Nebensache zu lesen. Tatsächlich ist sie das Risiko. Neue Anbieter haben keine Historie, auf die Bewertungsportale zurückgreifen, keine dokumentierte Auszahlungspraxis und keine bestehende Beziehung zu ihrer Aufsichtsbehörde. Checkliste vor der ersten Einzahlung: Lizenznummer im MGA-Register prüfen, unabhängige Reviews lesen, AGB auf Auszahlungslimits und Streitklauseln prüfen, eigenes Einzahlungslimit setzen. Wer hier springt, ohne zu prüfen, spielt gegen einen Anbieter, dessen Geschichte noch nicht geschrieben ist.
Gibt es MGA-Casinos ohne Umsatzbedingungen?
Wager-free-Boni und No-Deposit-Angebote existieren, sind aber seltene Ausnahmen. Wager-free heisst: Der Bonus wird ohne Multiplikator-Vorgabe ausgezahlt, dafür meist mit niedrigerem Betrag oder engeren Spielbeschränkungen. No-Deposit-Boni geben einen kleinen Betrag oder wenige Freispiele ohne Einzahlung — oft mit Maximalgewinn, Länderausschluss oder Verifikationspflicht. Für Schweizer Spieler gilt: Solche Angebote kommen und gehen, sie sind kein verlässliches Auswahlkriterium. Wer auf der Suche nach dem «gratis»-Bonus ist, sollte die Kleingedruckten lesen, bevor er sich registriert — denn die Einschränkungen stehen meist im Kleingedruckten, das niemand gerne liest.
